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07.04.15

MUCHAS GRACIAS - BUT NO


Lieber Anton Hotzenplotz,

Ich weiß nicht, ob es dir etwas ausmachen würde, dass ich dich so nenne - ich kenne dich ja noch nicht einmal. Doch wir waren trotzdem irgendwie verbunden. Ich muss dir gestehen, dass ich dich seit meiner Kindheit verehre. Mama hat mir immer die mutige Geschichte von dir erzählt und vorgelesen. Ich wollte immer so wie du sein. Nein, dass ist nicht ganz wahr. Ich wollte nicht immer so wie du sein. Ja natürlich fand ich dich toll, wie mutig du warst und immer das Richtige gemacht hast. Leider habe ich in der Laufbahn meines (bis jetzt kurzen) Lebens erfahren, dass man nicht immer das Richtige tun kann. Deshalb schreibe ich dir einen Brief um dir zu erklären wieso. Es tut mir Leid, Anton. Mit uns beiden wird das nie etwas werden.

Irgendwie klappt es nicht, wie wir es wollen, wir haben es versucht verdammt noch mal, doch du willst nicht was ich will und so kann es mit uns beiden nicht klappen. Es tut mir Leid, wirklich. Wenn jedoch jeder das eigene Leben lebt - wie auch immer es derjenige macht, könnte es auch nichts mit uns beiden werden, wenn wir es auch beide uns wünschen würden.

Du bist anders als ich, interessierst dich für andere Sachen als ich, dir macht es nichts aus in der prallen Sonne zu stehen. Ich tanze lieber im Regen. Ich hoffe dein Herz ist nicht zerbrochen. Ich hoffe es ist okay, dass ich das so offen zu dir sage. Doch du hast mir das Herz gebrochen. Dir machte es nichts aus, dass die Leute dich anguckten als kämest du von einem anderen Planeten. Das wäre ja nur ein Kompliment für dich. Für mich ist es das nicht. Ich kann das nicht und ich will das genauso wenig wie ich es kann.

Ich bin nicht so wie die anderen, doch ich will auch keine Aufmerksamkeit. Jedes Mal wenn du durch einen gefüllten Saal läufst, drehen sich alle Köpfe zu dir um. Dir macht das nichts. Aber mir. Ich bin zwar die Außenseiterin in der Schule, doch ich will nicht noch Außenseiterin des Lebens sein. Entschuldige, doch ich kann das nicht. Vielleicht in ein Paar Jahren habe ich die Kraft und den Mut dazu.

Ich lasse dich nicht sitzen, nein, dass würde ich niemals tun. Lebe dein Leben so wie du es normalerweise leben würdest. Sonst würdest du dir ja auch keine Gedanken machen ob es mir gut geht und was ich gerade mache. Ich will dich nicht von mir stoßen, auch wenn sich das jetzt so anhört. Ich brauche eine lange Pause, dass ist alles. Wir können es irgendwann noch einmal versuchen. Dann hat wahrscheinlich jeder von uns sein eigenes Leben, und es wird niemanden etwas ausmachen, dass wir es zusammen nicht mehr aushalten.

Ich wünsche dir ein schönes Leben (ohne mich),
Deine ehemalige Wolkentänzerin

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